StV 1925 Treysa e. V. Aus- und Fortbildungsstätte für Stenografie, Text-, Daten- und Informationsverarbeitung Museum historischer Schreibmaschinen | Stenografische Fachbibliothek
Aus- und Fortbildungsstätte für Stenografie, Text-, Daten- und Informationsverarbeitung Museum historischer Schreibmaschinen | Stenografische Fachbibliothek

Wanderausstellung in Neustadt (Hessen)

Der Stenografenverein 1925 Treysa e. V. zeigte seine Wanderausstellung „Schreibmaschinen-Geschichten – 10 Texte auf historischen Schreibmaschinen“ in der Zeit vom 2. bis 26. Juni im Eingangsbereich des Rathauses in Neustadt (Hessen).

Die Fritzlarer Künstlerin Michaela T. Spellerberg ließ sich vom Museum historischer Schreibmaschinen, das sich in der Trägerschaft des Treysaer Vereins befindet, inspirieren. Die Ausstellung wurde im Rahmen des 100-jährigen Vereinsbestehens im Frühsommer 2025 in Schwalmstadt-Treysa und Bad Zwesten-Niederurff gezeigt und fand großen Anklang. Auf zehn funktionsfähigen historischen Schreibmaschinen, die zum Teil über 100 Jahre alt sind, schrieb sie Texte, die sich aus privaten Zusammenhängen ergaben oder auf bestimmte Fragestellungen, die Bezug auf die Schreibmaschine als Arbeitsgerät nahmen, eingingen.

Viele Schriftsteller/-innen wie Ernest Hemingway, Astrid Lindgren und Johannes Mario Simmel schrieben die Manuskripte ihrer Werke auf Schreibmaschinen. Auch hatten Schreib- und Büromaschinen erheblichen Anteil daran, dass Frauen der Einzug in die Büros von Wirtschaft und Verwaltung ermöglicht wurde. Ein weiterer Ansatz ist die Tatsache, dass viele Firmen, die zunächst andere Produkte (Fahrräder, Nähmaschinen, Waffen) herstellten, sich mit der Fertigung von Schreib- und Büromaschinen ein weiteres Standbein schafften.

Im Eingangsbereich des Neustädter Rathauses wurde die Ausstellung präsentiert.

Im Eingangsbereich des Neustädter Rathauses wurde die Ausstellung präsentiert.

Bürgermeister Thomas Groll, Michaela T. Spellerberg, Sigi Groß und Klaus Bock (v. l. n. r.)

Bürgermeister Thomas Groll zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung erfreut, dass der Verein, der früher auch in Neustadt Kurse abgehalten habe, seine Ausstellung im Rathaus präsentiere. Mehrere Mitglieder aus seiner Stadt seien in der Vergangenheit bei überregionalen Meisterschaften erfolgreich gewesen. Sigi Groß gab einen Überblick über die Vereinsarbeit und insbesondere über das Museum historischer Schreibmaschinen. Michela T. Spellerberg las im Anschluss einige Texte, die sie auf den historischen Schreibmaschinen erstellt hatte, vor.

Neben dem Museum historischer Schreibmaschinen, in dem über 250 Schreib- und Rechenmaschinen zu sehen sind – hergestellt in einer Zeitspanne von 1864 bis zum Produktionsende Mitte der 1980er Jahre – verfügt der Stenografenverein Treysa über eine der größten Stenografischen Fachbibliotheken in Deutschland mit rund 22 000 Exemplaren aus Stenografie und verwandten Gebieten wie Tastschreiben, Text- und Informationsverarbeitung sowie Büro- und Sekretariatstechnik.

Das Museum und die Fachbibliothek können samstags in der Zeit von 10 bis 15 Uhr im Harthbergring 29 in Treysa (ehemalige Bundeswehr-Kaserne) besichtigt werden.