Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Rottwilm besuchte den Stenografenverein 1925 Treysa e. V. im Rahmen seiner Wahlkreisbereisungen am 1. Juli 2026 zusammen mit seiner Mitarbeiterin Kerstin Keßler und den Schwalmstädter Kommunalpolitikern, Stadträtin Margot Schick (Wiera) und dem Kreistagsabgeordneten und Stadtverordneten Helmut Balamagi (Niedergrenzebach) in den Vereinsräumen am Treysaer Harthberg.
Klaus Bock und Sigi Groß vom Vereinsvorstand begrüßten die Gäste und informierten über die Arbeit des ältesten noch bestehenden Stenografenvereins in Nordhessen, der im letzten Jahr in eindrucksvoller Weise sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte.
Der Verein sei seit jetzt 101 Jahren die Aus- und Fortbildungsstätte für Stenografie, Maschinen- bzw. Tastschreiben, Text- und Informationsverarbeitung sowie Büro- und Sekretariatstechnik in der Schwalm, führte Sigi Groß aus.
Das derzeit 250 Exponate umfassende Museum historischer Schreibmaschinen in einer Zeitspanne von 1864 bis in die späten 1980er Jahre ermögliche einen kompletten Überblick über die Entwicklungsgeschichte dieser Maschinen mit ihren verschiedenen Konstruktionsmerkmalen.

Helmut Balamagi, Sigi Groß, Margot Schick, Dr. Philipp Rottwilm und Klaus Bock (v. l. n. r.) in einem der Museumsräume
Das Museum werde ebenso wie die Stenografische Fachbibliothek des Vereins stetig erweitert. Die Bibliothek, so Klaus Bock, umfasse von Büchern für Lernende und Lehrende, Fach- und Festzeitschriften bis hin zu wissenschaftlichen Ausarbeitungen und Dissertationen über 22 000 Werke aus 44 Ländern und 39 Sprachen, darunter auch Esperanto, Latein, Rätoromanisch und Sorbisch. Zum Bestand gehören Bücher aus 110 deutschen und 70 ausländischen Kurzschriftsystemen. Darunter sei auch eines der kleinsten Stenografie-Lehrbücher der Welt in Deutscher Einheitskurzschrift nach der Systemurkunde von 1936.

Dr. Philipp Rottwilm beim Eintrag in das Gästebuch des Vereins
Besonders beeindruckt zeigte sich Dr. Rottwilm über einen historischen Band, der den stenografischen Bericht über die Verhandlungen der „Paulskirchenversammlung“ 1848/49 in Frankfurt beinhaltet und stellte Bezüge zur Arbeit der Parlamentsstenografen im Deutschen Bundestag her.
Dr. Philipp Rottwilm und die Schwalmstädter Kommunalpolitiker ließen es sich nicht nehmen, eine historische „Mignon 4“ selbst auszuprobieren. Die Gäste dankten dem Vorstand für die interessanten Eindrücke und das Engagement des Vereins, alte Kulturtechnik zu erhalten.

Dr. Philipp Rottwilm ließ es sich nicht nehmen, eine historische Schreibmaschine „Mignon 4“ auszuprobieren. Margot Schick schaut dabei zu. – Fotos: Kerstin Keßler